Ally Allergens schnabel-auf.de

Hallo Christina,

schön, Dich von Ally Allergens hier bei Schnabel-auf.de zu sehen.

Wir haben uns Ende 2019 in Stuttgart auf der Messe „veggie&frei von“ kennengelernt und ich finde grandios was sie tut! Sie hat sich nämlich folgendes zum Ziel gesetzt:

Allen Menschen mit Intoleranzen, Allergien oder Autoimunerkrankungen wie Zöliakie etwas ganz Banales ermöglichen: Auswärts Essen gehen und Reisen. Das klingt jetzt vielleicht total doof. Aber was für alle ganz normal ist, ist für Menschen mit diesen Einschränken ein tägliches kleines Abenteuer. Ich bin das beste Beispiel, beruflich bin ich sehr viel unterwegs. Und dann hieß es: da mal schnell zum Bäcker, da den Mittagstisch genießen oder sich Sushi mit nach Hause nehmen. Und das geht jetzt nicht mehr. Ich muss mir morgens überlegen, wie lange ich unterwegs bin und was ich mir alles mitnehmen muss.

Denn eine Diagnose „Zöliakie“ ändert leider die Spontanität und Freiheit gewaltig. Ein kleines Beispiel Ich war kurz vor der Diagnose in Thailand und dann wieder ein Jahr nach der Diagnose. Es waren beides wundervolle Urlaube. Aber der zweite hatte ein Thema, das jeden Tag beeinflusst hat: Wo bekommt Sara etwas zu Essen her? Danach wurden Ausflüge geplant, danach wurden Hotels ausgesucht und manchmal saß ich einfach frustriert und Chips knabbernd neben der Familie, die im Restaurant gegessen hat. Dann habe ich wohl an dem Tag nix geeigentes gefunden. Das soll jetzt gar kein Jammerns ein, aber es ist einfach so. Nix mehr mit „mal eben zur Strandbar oder zum Thai-Straßenverkauf“.

Und natürlich ist Gesundheit unser größtes Gut. Um also die Organe nicht zu schäden, nimmt ein Zöliakie-Betroffener das Ganze gern auf sich. Denn hält man sich strikt an die glutenfreie Kost, dann fühlt man sich gesund und kann auch lange gesund bleiben. Und eigentlich ein ganz normales Leben führen, wenn da nicht das „Auswärts-Essen“ wäre.

So, lange Vorrede von mir. Aber darum geht es Ally Allergens. Aufmerksam machen und die Gastronomie schulen, dass sie besser auf uns „Zöli-Aliens“ oder zum Beispiel Kinder mit Laktoseintoleranz oder Fruktosemalabsorption vorbereitet sind. Dazu gehört das Wissen, wo was drin ist. Dazu gehört das Wissen über Kontamination und das Wissen über Alternativen. Und vor allem das Verständnis dafür, dass wir nicht ärgern wollen, sondern einfach nur Hunger haben. Es ist eine Mischung aus einem TÜV für Allergenmanagement für Restaurants zusammengebracht auf einer Plattform wie TripAdvisor – nur eben für Allergiker“, so Gründerin Christina Rückert. Wer such schulen lässt, bekommt ein Siegel und ein Zertifikat.

Um damit erfolgreich zu sein, brauchen wir Eure Mithilfe. Am Ende des Interviews ist ein Link zur Umfrage. Bitte nehmt Euch 5min Zeit und macht mit. So weiß Christina, auf was es Euch ankommt.

So, aber nun möchte ich Euch Christina vorstellen:

  1. Wie kamst Du auf die Idee für Ally-Allergens? Was war Dein Ansporn?

Meine große Leidenschaft ist das Reisen. Ich entdecke gerne neue Orte und probiere auch gerne neue Dinge aus. Als ich vor 6 Jahren meine Zöliakie Diagnose erhalten habe, erschien das alles plötzlich so schwierig. Einfach abends ausgehen und auf dem Weg etwas essen? Einfach am Wochenende wegfahren und mich spontan verpflegen? Eine Herausforderung. Glücklicherweise bin ich direkt nach meiner Diagnose ins Auslandssemester nach Barcelona gegangen. Dort war es ziemlich einfach mit Zöliakie zurecht zu kommen. Im Restaurant wurde man nicht fragend angeschaut, sondert hat sofort reagiert und mir erklärt, was ich sicher essen könne und was nicht.

Solche Erfahrungen habe ich inzwischen auf vielen Auslandsreisen gemacht – z.B. in Italien, Portugal, den Niederlanden. Dieses unbeschwerte Gefühl möchte ich auch gerne hierzulande umsetzen.

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2. Warum ist es wichtig, dass möglichst viele an der Umfrage teilnehmen?

Ich bin selbst von Zöliakie und Laktoseintoleranz betroffen – jedoch möchte ich meine Erfahrungen und Präferenzen nicht stellvertretend für alle Betroffenen verallgemeinern. Das Feedback möglichst vieler Betroffener hilft uns eine optimalere Lösung zu finden. Ich finde es beispielsweise sehr wichtig, dass wir unser Zertifikat nur vergeben, wenn wir alle Kriterien auch zu 100% vor Ort im Restaurant geprüft haben. Sehen das andere Betroffene auch so?

Natürlich orientieren wir uns auch an allgemeingültigen Standards – wie zum Beispiel von der AOECS oder der DZG. Aber wir wollen auch den Betroffenen eine Stimme geben.

Darüber hinaus soll die Gastronomiewelt auch sehen, dass ich mit meinem Vorhaben keine Einzelmeinung vertrete. Ich erlebe oft, dass Gastronomen sich zwar für das Thema „glutenfrei“ interessieren – aber sich nicht sicher sind, ob sich der höhere Aufwand für sie lohnt. Auch dabei kann diese Umfrage unterstützen.

Ein Vorhaben wie das von Ally Allergens kann nicht alleine umgesetzt werden. Wir benötigen die Kraft der Community. Mit der Teilnahme an der Umfrage kann also jeder etwas helfen, das Thema weiter zu bringen.

3.  Wo möchtest Du mit Ally Allergens hin, was möchtest Du bewirken?

Meine Vision ist: Ich gehe durch eine beliebige Straße mit Restaurants – und sehe das Siegel an einem Restaurant. Sofort weiß ich: dort kann ich sicher essen gehen. Mein großer Wunsch ist, dass wir Betroffene wieder unbeschwerter und spontaner unseren Alltag, auch an uns fremden Orten, gestalten können.

Und da komme ich wieder auf mein Anfangsbild in Barcelona zurück: ich werde nicht fragend angeschaut, wenn ich „Z-Ö-L-I-A-K-I-E“ sage. Menschen mit Unverträglichkeiten und Allergien sollen wieder ganz normal essen gehen können.

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Stellt Euch vor, bald wäre zumindest jedes 10 Restaurant gekennzeichnet. Das heißt ja nicht, dass sie zu 100% glutenfrei sein müssen. Aber dass sie vielleicht eine Pfanne und einen Topf extra haben und etwas glutenfreies zubereiten könnten. Deshalb mein Aufruf:

Macht bei der Umfage mit!

Hier geht es zur Umfrage:

https://www.surveymonkey.de/r/5HJ2B67

Danke Ihr Lieben fürs Mitmachen!

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