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Versteckte Fruktose in Lebensmitteln

In Kooperation mit Frusano (Werbung)

Ja es gibt sie, die versteckte Fruktose in unseren Lebensmitteln. Heute wollen wir nämlich über die Fruktose außerhalb vom natürlichen Obst sprechen. Ihr glaubt gar nicht, in wieviel industriell hergestellten Produkten Fruktose enthalten ist. Zucker muss in der Nährwerttabelle in seinen Anteilen ausgewiesen werden – die Fruktose leider nicht. Deshalb wissen wir oft nicht, wieviel Fruktose wir wirklich täglich zu uns nehmen. Wir verraten Euch, warum das zum Problem werden kann und wie Ihr versteckte Fruktose in den Zutatenlisten entdeckt.

2. Warum kann versteckte Fruktose schaden?

Fruktose verlangt der Leber genauso viel ab, wie Alkohol. Ja, das ist wirklich so und es gibt Kinder, die haben Leberwerte wie ein Alkoholiker und keiner merkt es, weil es ein schleichender Prozess ist. Traurig aber wahr. Schuld daran ist eine jahrelange Überbelastung mit Fruktose. Hier ein Quetschie, da ein Smoothie, dort ein Obstsalat und dann noch eine Limo. Und das geht uns alle an, nicht nur diejenigen mit einer Fruktoseintoleranz. Lange Zeit galt Fett (hier geht es zum Artikel über gesundes und ungesundes Fett) als Schuldiger für die Fettleber und im Erwachsenenalter für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Gicht. Doch fettige Speisen sind nicht alleine zu verteufeln – die Fruktose beeinflusst den Fettstoffwechsel im gleichen Maße, kann zu Übergewicht, Adipositas und Diabetes führen. Und das Darmmilieu so verändern, dass Unverträglichkeiten oder ein Leaky-Gut-Syndrom auftreten können.

Kurzer Ausflug in die Ernährungslehre

Kleine Erklärung: Fruktose ist nicht gleich Zucker, sondern ein Teil unseres Haushaltszuckers. Der besteht nämlich zu 50% aus Glukose (Traubenzucker) und 50% Fruktose (Fruchtzucker). Glukose wird aus dem Dünndarm schnell ins Blut transportiert, der Blutzucker schnellt hoch und wird dann mit Insulin in die Körperzellen transportiert und – überwiegend in der Leber – als Glykogen gespeichert.

So bekommt der Körper Energie. Fruktose dagegen liefert keine Energie und der Körper braucht sie eigentlich gar nicht. Sie wird vom Körper völlig ohne Insulin verstoffwechselt, weshalb man früher annahm, sie sei die geeignete Zuckerart für Diabetiker.

Aus dem Dünndarm gelangt die Fruktose mit Hilfe eines Transportproteins direkt in die Leber. Bei Menschen mit Fruktoseintoleranz ist dieser Transport gestört und es bleiben Mengen der Fruktose im Darm, gelangen in den Dickdarm und führen dort zu den bekannten Symptomen wie Blähungen oder Durchfall. Und das passiert übrigens auch ganz unabhängig von einer möglichen Malabsorption, wenn man zu viel erwischt.

Aber zurück zur Leber: Kleine Mengen Fruktose stellen für sie kein Problem dar. Sie wird dort von Enzymen abgebaut und ausgeschieden. Je größer jedoch die Mengen, desto größer die Belastung der Leber. Zum Beispiel durch gesüßte Getränke (Fruchtsäfte- und Nektare, Softgetränke oder Smoothies). Wir haben nämlich keinen Speicher für die Fruktose, das heißt wir wandeln Fruktose 8auch die versteckte Fruktose) in Fett um und so kommt es zu der Fettleber.

2. Warum wird versteckte Fruktose verwendet?

 

Fruktose ist billig. Das ist der einfache Grund, warum die Nahrungsindustrie auf sie steht. Außerdem ist sie fast doppelt so süß wie herkömmlicher Zucker und deshalb braucht man weniger. Lustigerweise finden wir sie oft in Obstprodukten (Obstkonserven, Obstgetränken, TK-Obst), um die Süße des Obstes zu verstärken. Also quasi doppelt Fruktose. Oder auch in Ketchup, Essiggurken, Süßigkeiten wie Milchschnitte und Co.

By the way: Wer Fruktose nur über natürliche Lebensmittel wie Obst und Gemüse zu sich nimmt, der braucht sich keine Sorgen machen. Das ist im gesunden Maße völlig ok und da spielen ja noch die anderen gesundheitsfördernden Nährstoffe eine positive Rolle.

Doch wir sprechen hier von industriell hergestellten Süßungsmitteln. Nämlich die sogenannte Isoglukose: Eine Sammelbezeichnung für ein aus Kohlenhydraten industrielles Gemisch. In den USA ist der Ausgangsstoff in der Regel genmanipulierter Mais. Das findet Ihr auf den Packungen als High Fructose Corn Sirup (abgekürzt HFCS). Bei uns in Deutschland als Fruktose-Glukose-Sirup und Glukose-Fruktose-Sirup bekannt.

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Warum ist Isoglukose so irreführend?

Zur Erinnerung: In Haushaltszucker ist das Verhältnis von Glukose und Fruktose 1:1.

In den industriell hergestellten FruKtose-Glukose-Gemischen sind die Mengen variabel. Steht Fruktose an erste Stelle ist davon mehr drin und zwar bis zu 90 Prozent! Das muss aber vom Hersteller nicht deklariert werden. Steht Glukose an erster Stelle, ist davon mehr drin. Aber auch hier weiß nur der Hersteller, wieviel wirklich drin ist.

So, und diese Isoglukose ist leider in der heutigen Zeit in so unglaublich viel Fertigprodukten enthalten und die USA darf den billigen Maissirup importieren. Wir brauchen uns also nicht wundern, warum immer mehr Menschen intolerant gegen Fruktose werden und die Leber-Erkrankungen zunehmen. Sorry, wenn ich hier so ernst werde.

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3. Wie entlarve ich versteckte Fruktose?

 

In manchen Zutatenlisten von Lebensmitteln findet man auch die Angabe „Invertzucker“ oder „Invertzuckersirup“. Hier ist nur die Herstellung anders als bei Isoglukose – aber genauso ungesund. Und dann gibt es natürlich noch die alternativen Süßungsmittel.

Also versteckte Fruktose findet ihr in:

  • Saccharose (Haushaltszucker)
  • Invertzucker
  • Invertzuckersirup
  • Fruktose-Glukose-Sirup
  • Glukose-Fruktose-Sirup
  • Agavensirup
  • Honig
  • Fruchtsüße
  • Fruchtextrakt
  • Trockenfrüchte
  • Saftkonzentrate
  • Maissirup

Außerdem hier das neueste Rezept mit Tapiokasirup: ein Buchweizen Granola (Link setzen zum Rezept)

Fazit:

Wer auf Nummer sicher gehen möchte oder wer schon an einer Fruktoseintoleranz leidet, dem möchte ich nahelegen auf diese Worte in den Zutatenlisten zu achten! Oder auf Produkte zurückgreifen, bei welchen das Problem gar nicht erst auftritt. Wir kochen hauptsächlich mit unverarbeiteten Lebensmitteln oder benutzen Produkte von Frusano. Dazu gehören bei uns: Ketchup, Tapiokasirup als Honigersatz, Getreidezucker statt Haushaltszucker. Schaut mal bei unseren Rezepten vorbei, da findet ihr noch mehr fruktosearme Rezepte.

Außerdem hier das neueste Rezept mit Tapiokasirup:

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