Richtige Ernährung bei Antibiotika

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  • Ein Überblick über die richtige Ernährung bei Antibiotika

  • Probiotische Lebensmittel

  • Kein Alkohol und Koffein

  • Calcium nur mit Abstand zum Antibiotikum

  • Ballaststoffe lieber nach der Einnahme

  • Anschließend eine Darmaufbaukur machen

Richtige Ernährung bei Antibiotika

Wie Ihr uns richtig einschätzt, sind wir keine Freunde von Antibiotika. Wir hinterfragen jede Arztverordnung und ich bin als Mutter froh, dass meine 5 1/2-jährige Tochter noch nie ein Antibiotikum gebraucht oder bekommen hat. Auch ich kann mit meinen 38 Jahren eine Einnahme an zwei Händen abzählen, weil auch meine Mama lieber andere Wege gegangen ist. Aber es gibt nun mal Infektionen, da kommt man an einem Antibiotikum nicht vorbei. Aber dann kann und muss man den Organismus und insbesondere den Darm unterstützen und zwar mit der richtigen Ernährung bei Antibiotika. Nur so kann diese Therapie erfolgreich verlaufen und es kommt zu keinen Wechselwirkungen. Wir verraten Euch wie.

Wie funktioniert Antibiotikum?

Zuerst müssen wir verstehen, wie so ein Antibiotikum funktioniert. Das erste Antibiotikum war übrigens das Penicillin. Entdeckt wurde es schon 1928 und Mediziner Alexander Fleming erhielt dafür 1948 den Nobelpreis. Es ist außerdem auch das prominenteste aller Antibiotika. Ich und viele andere sind aber genau gegen dieses allergisch. Deshalb immer gut auf Reaktionen des Körpers und übermäßige Nebenwirkungen achten

Antibiotika wirken sehr allgemein und bekämpfen leider nicht nur die schädlichen Bakterien, sondern machen quasi einen Rundumschlag. Grundsätzlich unterscheiden wir zwischen Bakteriostatika und Bakterioziden: Ersteres hemmt das Wachstum bestimmter Bakterien, indem es Stoffwechselprozesse verhindert. Dagegen töten Bakteriozide die Bakterienstämme komplett ab. Leider unterscheidet das Antibiotikum nicht zwischen guten und schlechten Bakterien. Das bedeutet: viele viele Baktereien im Darm sterben auch ab und deshalb rät jeder dazu, nach der Einnahme die Darmflora neu aufzubauen. Ihr kennt es bestimmt, da gibt es dann Durchfall oder eine Pilzinfektion oder andere Nachwirkungen. Aber man kann schon während der Einnahme den Körper mit richtiger Ernährung bei Antibiotika unterstützen. Unabhängig davon was Ihr esst gilt diese Faustregel:

Antibiotikum nach dem Essen einnehmen wirkt schonender, vor dem Essen wirkt Antibiotikum schneller.

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Was ist die richtige Ernährung bei Antibiotika?

Es ist wirklich so, Ihr könnt mit gezielter Ernährung und Nährstoffen den Körper in dieser Zeit unterstützen. Dazu gehören:

  1. Probiotische Lebensmittel

Das ist zweifelsohne das Wichtigste für die Ernährung bei Antibiotika. Sie helfen der Darmflora, sie unterstützen die Verdauung und können sogar lästigen Keimen an den Kragen gehen. Der Name sagt schon alles: Pro (lat.) = für und Bios (lat.) = das Leben. Also Lebensmittel für das Leben. Dazu gehören:

  • Essiggurken (bitte auf das Etikett schauen, ob es fermentierte Gurken sind) und andere fermentierte Gemüsesorten wie Sauerkraut, Kimchi usw.
  • Kefir
  • Joghurt (je frischer, umso besser)
  • Käse, aber nicht jeder. Parmesan, alter Bergkäse, Mozzarella gehören zu den Guten.
  • Apfelessig (gegärter Apfel mit Milchsäurebakterien)

Auf was solltet Ihr lieber verzichten?

Alkohol – wie schädlich ist er während der Einnahmezeit?

Immer wieder hört und liest man, dass man während einer Antibiotikatherapie keinen Alkohol trinken darf. Dieser Ratschlag ist sicher nicht schädlich, aber was hat es damit genau auf sich? Alkohol wird bekanntlich in der Leber abgebaut. Damit ist dieses Organ „schwer beschäftigt“. Manche Arzneien werden ebenfalls in der Leber abgebaut. Wenn gleichzeitig Alkohol verdaut werden muss, kommt es zu einem nichtgewollten Prozess: Die beiden Abbauprozesse behindern sich nämlich gegenseitig. Bei Antibiotika, die in der Leber verarbeitet werden, führt dies dazu, dass der Alkoholabbau gehemmt ist. Dementsprechend wirkt der Alkohol länger im Körper.

Nicht jedes Antibiotikum wird gleich abgebaut.

Dies trifft jedoch nicht für alle Antibiotika zu. Manche Wirkstoffe werden z.B. unverändert über die Nieren ausgeschieden, beeinflussen also die Leber und den Alkoholabbau nicht. Fragen Sie sicherheitshalber in der Apothke oder beim Arzt nach, wenn Ihr Euch beim Thema Alkohol unsicher seid. Es gibt aber noch einen zweiten Grund: Alkohol ist ja grundsätzlich eine zusätzliche Belastung für den Organismus, der durch die Krankheit bereits angegriffen ist. Also sollte der normale Menschenverstand darauf plädieren, in der Zeit einer Antibiotikatherapie auf Alkohol zu verzichten.

Koffein

Ähnlich wie beim Alkohol kann ein Antibiotikum den Abbau von Koffein beeiträchtigen und damit zu Schlaflosigkeit, nervosität oder zu Herzklopfen führen. Deshalb gern auf Getränke verzichten, die mit Koffein zugesetzt sind. Und den Kaffee immer mit schön Abstand zur Tabletteneinnahme. Das bringt mich gleich zum nächsten Punkt, wenn Ihr Milch im Kaffee habt:

Rohkost für Kinder schnabel-auf.de

Milch und Milchprodukte in der Ernährung bei Antibiotika?

Bei den guten Lebensmitteln während einer Antibiotikabehandlung oben habe ich Joghurt und bestimmte Käsesorten als gute Lebensmittel aufgezählt. Ja was denn nun? Ist Milch jetzt gut oder nicht? Nun ja, Joghurt ist fermentierte Milch und die Milchsäurebakterien sind was Gutes an dem Milchprodukt. Die sind in der Milch aber nicht. Und in der Milch geht es grundsätzlich um den Calciumgehalt. Das Calcium kann die Aufnahme bestimmter Antibiotikagruppen (bitte beim Arzt fragen, ob Euer Antibiotikum dazu gehört) hemmen. Das gilt natürlich auch für andere Calciumhaltige Lebensmittel wie angereichertes Mineralwasser oder grünes Blattgemüse.

Deshalb müsst Ihr nicht gänzlich drauf verzichten, aber einen Abstand von 2 Stunden zur Tabletteneinnahme halten. Merkt Euch einfach: Auf Milch verzichten, wenn möglich. Joghurt und die guten Käsesorten gerne essen, aber mit Abstand zum Antibiotikum.

Ballaststoffe

Ballaststoffe sind normalerweise mega gesund. Doch während der Einnahme eines Antibiotikums solltet Ihr ein wenig darauf verzichten. Sie bleiben lange im Magen und wenn Ihr dann die Tabletten nehmt, können sie nur langsamer wirken. Ballaststoffe nehmt Ihr hauptsächlich aus Gemüse, Obst und Vollkornprodukte zu Euch. Also alles, was dem Darm Arbeit gibt und nicht einfach durchrutscht solltet Ihr während einer Ernährung bei Antibiotikum verzichten. Deshalb lieber wenig oder keine Rohkost und Salat essen.Wenn schon Gemüse, dann gedämpft oder fermentiert. Dazu haben wir einen ganzen Artikel geschrieben, also wie gesund Rohkost wirklich ist. Den könnt Ihr hier lesen.

Doch die gute Nachricht:

Ballaststoffe sind ja Nahrung und gut für die Darmbakterien und die wollen wir nach einer Antibiotikakur so schnell wie möglich wieder aufbauen. Also nach der letzten Tablette wieder umso mehr essen :-).

Und wer mag kann tatsächlich auch Heilfasten ausprobieren. Es ist eine natürliche Maßnahme, umd en Körper bei einer Krankheit zu entlasten und der Heilung noch einen Schubs zu geben. (Danke Doc Hary an dieser Stelle für den Tipp)

Und nach der Einnahme an einen guten und gesunden Aufbau der Darmflora denken. Dazu hat Euer Arzt oder Apotheker sicher die richtigen Empfehlungen. Hier bei uns erscheint demnächst ein Artikel zum Thema Pilzbefall im Darm nach einer Antibiotikaeinnahme und die entsprechenden Maßnahmen. Bleibt gespannt!

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