Jetzt geht sie wieder los, die Zeit in der wir Männer mit einer Erkältung schwer leidend auf dem Sofa liegen. Und die Frauen haben nichts Besseres zu tun, als uns wegen unserer angeblichen „Männergrippe“ auszulachen. Aber liebe Papas: damit ist jetzt Schluss. Und zwar aus zwei Gründen: Erstens gibt es hier ein paar Tipps, damit wir überhaupt nicht mehr krank werden. Und zweites wurde jetzt klar nachgewiesen, dass es die „Männergrippe“ tatsächlich gibt.

Die Männergrippe gibt es wirklich

Letzteres haben wir einem genervten Forscher aus Kanada zu verdanken. Kyle Sue, Professor für Allgemeinmedizin aus dem doch recht nördlich gelegenen Städtchen St. John’s in Neufundland, hatte schon lange den Verdacht, dass Männer nicht unbedingt weinerlicher sind, sondern tatsächlich länger und stärker unter Erkältungssymptomen leiden als Frauen. “Ich hatte es einfach satt, dass man mir ständig anhängen wollte, ich würde meine Erkältungsbeschwerden übertreiben”, schreibt er im bekannten “British Medical Journal”.

Er hat sich also hingesetzt und im Internet recherchiert, ob es Studien gibt zum Unterschied des Krankseins von Mann und Frau.

Und tatsächlich gibt es dazu einiges zu finden. So scheinen die Hormone eine wichtige Rolle für das Abwehrsystem zu spielen. So scheinen die Östrogene der Frau bei einem Infekt speziell das trainierbare unspezifische Abwehrsystem anzukurbeln. Dadurch sind Frauen weniger schwer krank. Und zusätzlich scheinen sich Frauen dadurch auch nicht so leicht anzustecken.

Männer sind schwerer krank

Zudem fand er heraus, dass Männer bei schweren Grippewellen häufiger ins Krankenhaus eingeliefert werden müssen als Frauen. Auch starben bei den letzten Grippeepidemien mehr Männer als Frauen. Und es gibt Hinweise, dass das Testosteron der Männer dafür sorgt, dass unser Immunsystem nicht so stark auf Eindringlinge reagiert und auch für den nächsten Kontakt nicht so gut immunisiert wird.

Es deutet als einiges darauf hin, dass es uns Männer tatsächlich härter und länger erwischt als Frauen.  Die immunstärkenden Eigenschaften von Östrogenen und die eher immunschwächenden Wirkung von Testosteron könnten eine biologisch plausible Erklärung liefern.

„Die Frauen sind schuld“

Auch über das „Warum“ hat sich Prof. Sue seine Gedanken gemacht. Er meint, dass die Frauen an der „Männergrippe“ nicht ganz unschuldig seien. Schließlich würden sie ja von jeher gerade Testosteron-strotzende Männer als Partner bevorzugen und damit diese Entwicklung befördern.

Dass eine Erkältung Männer stärker aus der Bahn wirft, hat aber auch klare Überlebensvorteile: wir ziehen uns dann zurück und vermeiden Auseinandersetzungen, bei denen wir im geschwächten Zustand den Kürzeren ziehen würden. Wenn erkältete Männer also den ganzen Tag auf der Couch oder im Bett liegen, dann ist das evolutionär geprägtes Schutz-Verhalten. Der Vorschlag des Forschers: “Vielleicht wird es langsam Zeit für männerfreundliche Räume mit riesigen Fernsehergeräten und Liegestühlen, wo Männer sich in Sicherheit und Geborgenheit von den verheerenden Folgen einer Männergrippe erholen können?”

Tipps zur Vorbeugung von Krankheiten

Aber natürlich wollen wir erst gar nicht krank werden. Um unsere evolutionsbedingten Schwächen des Immunsystems auszugleichen, können wir einiges tun. Für uns Männer ist es beispielsweise sehr wichtig, zusätzliche Belastungen des Immunsystems zu vermeiden. Dazu zählt heutzutage vor allem der Stress. Und auch da sind wir Männer besonders anfällig. Deshalb lautet mein wichtigster Tipp: Papas, seid achtsam mit Eurem Körper und macht regelmäßigen und bewussten Stressabbau.

Das kann Sport sein, das kann ein Entspannungsverfahren sein. Auch die regelmäßige Sauna wäre super, da sie gleichzeitig das Immunsystem trainiert. Auch einfach in der Arbeit ganz bewusst kurze Pausen einzulegen und ein paar Atemübungen zu machen, würd schon weiterhelfen.

Dazu gibt es reichlich Möglichkeiten über die Ernährung und zusätzliche natürliche Vitalstoffe etwas für seine Gesundheit zu tun. Dabei sollten die Männer ruhig öfter mal auf ihre Frauen hören. Die haben nämlich evolutionsbedingt das bessere Gefühl dafür, was gut für uns ist.

Print Friendly, PDF & Email
Teile diesen Beitrag 🙂

Hinterlassen Sie einen Kommentar