Ihr kennt das Lied: „erst noch 134.000 Mails checken …“ Bei viele Männern habe ich das Gefühl, sie können nicht leben ohne wichtig zu sein. Immer mit Handy unterwegs, immer im Stress und irgendwann schmeißt Dich der Herzinfarkt auf die Bretter. Aber man hat wenigstens was geleistet, oder? Macht mal was sinnloses, liebe Männer.

Kinder von Smartphones gestresst

Jedes Jahr erreichen uns Meldungen, wie sehr die moderne Technik unser Leben beeinflusst. Kinder und Jugendliche beispielsweise fühlen sich durch die Nutzung von Smartphones enorm gestresst.

Und das, obwohl sie oft von klein auf daran gewöhnt sind. Und oft deutlich besser damit umgehen können als die Eltern. Aber auch hier fällt mir schon ein Phänomen auf: sie können nicht mehr ohne. Wie wird es sich dannwohl auf die Eltern und die Generation davor auswirken, die „68er“, die jetzt langsam Großeltern werden.

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Eltern im Stress

Auch dazu gibt es natürlich genügend Untersuchungen. Aber brauchen wir wirklich eine Studie dazu, um festzustellen, dass die ständige Erreichbarkeit uns stresst? Sind wir wirklich schon so weit weg von unserer eigenen Natur, dass wir nicht mehr merken, was uns schadet?

Die Studien sind auf jeden Fall eindeutig: Häufige und intensive Nutzung von Computer, Laptop und Handy führen vermehrt zu Schlafstörungen und Depressionen. Junge Erwachsene sind gestresst dadurch. Und dann kommen auch noch die Kinder daher. Vor allem Väter können damit schlecht umgehen.

Männer sind so verletzlich

Schließlich steckt in Ihren Genen, dass sie erst noch die Welt retten müssen, bevor sie sich ein wenig Ruhe gönnen können. Am Ende stehen dann mehr und mehr Stress-Krankheiten. Von Burnout bis Herzinfarkt – die Lawine rollt.

Übrigens steigen diese Erkrankungen auch bei Frauen stark an. Es mag an der Emanzipation liegen, oder einfach an der Mehrfachbelastung durch Familie und Beruf. Ich glaube, dass es auch hier sehr wichtig ist, dass beide Partner an einem Strang ziehen, sich gegenseitig unterstützen und sich auch immer wieder gegenseitig etwas Arbeit abnehmen.

Und gemeinsame Unternehmungen – und seinen sie auch noch so „sinnlos“. Das scheint wiederum speziell für Männer ein Problem zu sein. Spazierengehen!? Mit den Kindern ein Bild malen?

Die Lösung ist einfach

Natürlich wisst Ihr alle, wie einfach die Lösung sein könnte. Jedes dieser Geräte hat einen Knopf, der meist sehr unbenützt aussieht. Man nennt ihn den Ausschalt-Knopf. Ja, tatsächlich, dann seid Ihr möglicherweise für ein paar Stunden nicht erreichbar. Und ja – das kann sich zunächst nach mehr Stress anfühlen.

Aber ich verspreche Euch, das ist ein Lernprozess, der sich auf lange Sicht auszahlen wird. Am besten, Ihr macht eine Art Ritual daraus. Also zum Beispiel jeden Samstag Nachmittag und Mittwoch Abend. Oder eben wann es für am besten passt. Aber eben festgeschrieben. Sonst fallen Euch bestimmt wieder 100 Ausreden ein, warum es grad nicht geht, das Handy auszuschalten. („Ich muss noch 134.000 Mails checken …“)

Entspannung für Männer, mit der ganzen Familie

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Was sich zunächst für manchen paradox anhört, sollte aber eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein. Ich kann mich noch erinnern, dass mein Vater mit uns Kindern am Sonntag Vormittag ganz oft auf den Trimm-Dich-Pfad gegangen ist. Oder mal wieder gemeinsam ins Kino. Oder einfach zu Hause gemeinsam ein Spiel spielen.

Solche Unternehmungen haben sehr viele positive Auswirkungen. Neben der Entspannung stärkt es auch den Gemeinschaftssinn. Man unterhält sich vielleicht sogar dabei. Und so haben alle was davon. Denn Mamas und Pappas und Kinder leben in zu vielen Familien zu oft nur nebeneinander und nicht miteinander.

Gerade jetzt in der Winterzeit ist bestimmt ein guter Zeitpunkt, damit anzufangen. Aber natürlich nur, wen man mal die ganzen Ausreden beiseite legt.

Ach ja, die Welt muss dann jemand anderer retten.

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Von |2019-01-02T11:52:43+02:00Januar 6th, 2019|Allgemein, Gut zu wissen, Harys Artikel, Papa, Themenmonat Januar|0 Kommentare

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